C Junioren 11. Spieltag Landesklasse Nord gegen SG Rotation Leipzig

Verdiente Niederlage beim Tabellenführer

SG Rotation Leipzig – SV Lok Engelsdorf 5:0 (3:0)

Bei bestem Fußballwetter zu Gast beim Tabellenführer erwartete uns ein toll präparierter Platz und eine Heimmannschaft, welche im Laufe der bisherigen Saison gerade mal ein Unentschieden hergegeben hat und den aktuell Führenden der Torschützenliste im Team beheimatet, welcher alleine schon 8 Treffer mehr erzielen konnte, wie unser gesamtes Team zusammen. Das sagt schon sehr deutlich aus, wo unser Problem liegt.

Mit dem Spielbeginn die Heimmannschaft mit Vorteilen in Ballbesitz und Zweikampfführung, wir spielen jedoch mutig und flüssig mit, in den ersten 10 Minuten ist der Unterschied in der Tabelle nicht so deutlich zu erkennen, wie er sich real darstellt. Hinten agieren wir aufmerksam und suchen immer wieder mit ordentlichem Kombinationsspiel den Weg nach vorne. Unsere erste kleine Unaufmerksamkeit bestraft die Heimelf sofort, wir lassen auf unserer linken Defensivseite zu viel Raum, der Pass wird von dort gut getimt ins Zentrum gespielt und wir vergessen den Angreifer der Heimelf. 11 Minute, 1:0, der erste Schuss, der erste Treffer. Torschuss 2 und 3 führen in der 18. und 23.Minute zum 2:0 und 3:0. Mit beeindruckender Effektivität wird uns aufgezeigt, wie man erfolgreich zum Tor hin spielt, wir sind nicht fußballerisch, kämpferisch oder taktisch unterlegen, wir stellen uns nur einfach viel zu oft naiv und sorglos an und werden dafür bestraft.

Direkt nach dem 3:0 müssen wir Verletzungsbedingt umstellen, Linus besetzt jetzt die linke Seite für Flo und macht, vorweg genommen, seine Sache bis zum Spielende mehr als ordentlich. Bis zur Pause lassen wir nichts mehr zu, spielen ordentlich mit, sind defensiv konzentriert und versuchen immer wieder uns nach vorne zu arbeiten……….versuchen….😟………kein einziger gefährlicher Abschluss in 70 Minuten sagt viel über unsere Versuche.

Dann Pause, 2 Wechsel, Paul für Paul, Cedric für Jannik, die Fehler analysiert und schon pfeift der souveräne Schiedsrichter zum zweiten Durchgang. Vom Wiederanpfiff weg, das gleiche Bild. Rotation mit mehr Ballbesitz, wir spielen bei eigenem Ballbesitz ordentlich mit und tauchen auch mal vorm gegnerischen Strafraum auf, zu einem Abschluss kommen wir nicht. Bis zur 47 Minute passiert nichts erwähnenswertes, das Spiel findet nur zwischen den Strafräumen statt. Dann erwischt eine Mischung aus Flanke und Torschuss unseren Hüter auf dem falschen Fuß und es steht 4:0. Weiter geht’s, weiter Spiel zwischen den Strafraumlinien, keine Abschlüsse, dafür einige Wechsel auf beiden Seiten. Praktisch mit dem Schlusspfiff kassieren wir noch absolut unnötig das 5 Gegentor, nachdem wir eine Reihe an Fehlern fabrizieren. Abpfiff und wir fahren mit einer deutlichen Niederlage nach Hause, die das Spielgeschehen deftiger darstellt, als es war.

Fazit: Wir haben ein Spiel erlebt, welches uns ganz klar aufzeigt, wo unser Manko liegt. Wir werden nicht fußballerisch, taktisch oder technisch besiegt, sondern immer wieder mit Zielstrebigkeit und Effektivität unserer Gegner. Wir sind einfach nicht in der Lage, Tore zu erzielen. Hier müssen wir endlich aufwachen!! Unsere Anzahl der geschossenen Tore spricht eine klare Sprache. Nur schön zu spielen reicht nicht!!! Ohne Tempo und Zug zum Tor, ohne Biss und Ehrgeiz in unserer Offensive werden wir keine Erfolge feiern.

Unser heutiger Gegner hat 6-mal zielstrebig in unseren Strafraum gespielt (daraus resultieren 5 Tore) und uns ganz klar aufgezeigt, worauf es im Spiel ankommt. Fußballerisch, technisch, taktisch sieht das alles schon gut aus, der Einsatz stimmt, die Moral ist intakt, wir stecken nie auf und verlassen unsere fußballerische Linie nicht. Aber ohne Tore ist das Alles nur ein unvollendetes Werk. In den verbleibenden 3 Spielen bis zur Winterpause müssen wir Gutes beibehalten und trotzdem Vieles besser machen. Unabhängig davon ist der Fortschritt in jedem Training und Spiel erkennbar und es macht einen Riesenspaß, mit den Jungs zu arbeiten und ihre Entwicklung zu begleiten. Wenn das so bleibt, kann der Erfolg irgendwann nicht mehr an uns vorbei!!

Autor:

Michael Kittel