Gut sortiert und kompakt stehen, dem Gegner keine Räume bieten, lange Bälle verhindern: Mit diesem Matchplan sollte es dem aktuellen Tabellenführer der Stadtliga so schwer wie möglich gemacht werden. In den ersten 45 Minuten funktionierte das auch richtig gut. Die Lindenauer kamen lediglich einmal gefährlich vors Schulz-Gehäuse. Selbst hatte man zwei aussichtsreiche Kontermöglichkeiten zu verzeichnen, die allerdings ebenfalls nichts Zählbares brachten. Folgerichtig torlos ging es in die Pause.

Mit reichlich Selbstvertrauen nach der guten ersten Hälfte, kamen die Lok-Kicker zurück auf den Platz. Leider dauerte es nur wenige Minuten, ehe die Gastgeber in Führung gehen konnten. Einen Lindenauer Einwurf verlängerte ein Lok-Akteur in den eigenen Sechzehner, Ungureanu traf die Kugel perfekt und ziemlich sehenswert zum 1:0 (51.).

Lindenau war sichtlich erleichtert und versuchte clever, den kostbaren Vorsprung ins Ziel zu bringen. Die Mißlitz/Kühne-Jungs investierten viel gegen den Favoriten und hätten sich kurz vor Ende um ein Haar tatsächlich noch belohnt. Schindlers 20-Meter-Knaller prallte vom Querbalken auf den Kopf des aufgerückten Füssel, der dem SVL-Keeper jedoch leider direkt in die Arme köpfte.

Leider mussten sich die Engelsdorfer ohne Zähler auf den Heimweg machen. Das erneut mutige und disziplinierte Auftreten der jungen Truppe gibt allerdings weiterhin Hoffnung, auch wenn am kommenden Sonntag mit dem SV Panitzsch/Borsdorf der nächste Brocken bereit stehen wird. mw

Engelsdorf: Schulz – M. Wolf, M.-P. Füssel, Rink, Thümmler – Schindler (C), Schmitz – Möchen, Heinrich (83. Kirchner) Röthling (67. Falland) – Barthel