Ein paar Elfmeter verschossen

Gegen Ebersbach standen wir voll unter Druck, Mannschaftspunkte einzufahren und möglichst
nicht nur einen. Immerhin ist Ebersbach einer unserer Lieblingsgegner. Das Match begann
unspektakulär, eigentlich kamen alle vernünftig aus der Eröffnung. Nach ca. 20 Zügen stand ich laut
Computer auf Gewinn (was allerdings sehr zweifelhaft ist, auch die Beweisführung des Computers
ist schwach, Vorteil beschreibt die Stellung besser), Robert klar besser, Günther deutlich
besser,Vincent leicht schlechter, Jens zumindest ausgeglichen, Michael besser, Heinz etwas besser
und Nico verdächtig. Leider übersah ich einen taktischen Schlag und verwandelte meine Stellung
ohne Grund aus Vorteil in eine Ruine, auch wenn der Computer die Stellung noch im Gleichgewicht
hält. Gut war nur, dass auch mein Gegner mit der komplizierten Stellung nicht wirklich klar kam.
Heinz und Michael gewannen, Nico verlor. Ich berappelte mich wieder etwas, bis ich in hoher
Zeitnot „vergaß“ einen angegriffenen Turm wegzuziehen. Wieder Verluststellung, aber nach einem
falschen Plan meines Gegners konnte ich mit meinen wenigen letzten drei Figuren plötzlich ein
Mattnetz knüpfen, s.d. er die Qualität zurückgeben musste. Also Remis, leistungsgerecht, aber nicht
weil wir so stark gespielt haben. Damit führten wir 2,5 : 1,5 und die verbliebenen Partien standen
zweimal besser, einmal auf Gewinn und einmal etwas schlechter. Eigentlich sollte das für einen
glatten Sieg reichen. Dann wurden die beiden besseren Partien von Günther und Jens Remis,
zumindest Günther konnte letztmalig kurz vor Schluss gewinnen. Vincent stand meist schlechter,
aber im Rahmen der Remisbreite. Dann verschenkte Robert seine zeitweilig totale Gewinnstellung
zum Remis. Jetzt musste Vincent Remis halten, leider vergab er in turbulenter Zeitnot dieses Remis
und ließ sich im Endspiel bluffen. Damit Endergebnis 4:4, ein verschenkter Punkt und mit dem
letzten Kampf sind es schon zwei, wir wären praktisch gerettet. So wird es gegen Chemnitz extrem
eng, ist aber nicht hoffnungslos.

Friedbert Prüfer

Die Nerven, die Nerven liegen blank ….

Letzten Sonntag stand die 7. Runde der Sachsenliga auf dem Programm. Diesmal nutzten wir einen
kleinen taktischen Trick und besetzten das 1. Brett nicht. Dadurch waren wir im Gegensatz zu sonst
an allen übrigen Brettern DWZ-mäßig in Vorteil, allerdings meistens nur ein kleines Plus.
Immerhin. Dafür ging es mit 0:1 los. Weiterlesen

Turnierbericht Deutsche Schach- Amateurmeisterschaft (Ramada-Cup) in Köln-Brühl

Damit auch zu sehen ist, dass Engelsdorfer Schachspieler nicht ausschließlich an
Mannschaftskämpfen teilnehmen, hier ein paar persönliche Eindrücke vom Turnier in Köln-Brühl.
Nach meinem desaströsen Abschneiden beim Qualifikationsturnier in Aalen (ich war mehr in der
Terme als am Schachbrett, aber das war nicht wirklich der Grund) und der nicht-Teilnahme wegen
Krankheit in Bad Soden und Magdeburg hatte ich etwas spät für Köln-Brühl gemeldet und kam nur
noch auf die Warteliste. Erst drei Tage vor Turnierbeginn war meine Teilnahme in Sack und Tüten.
Herzlichen Dank an die Schachfreunde aus Taucha, speziell Wilfried Arndt, die mich im Auto so
kurzfristig mitnahmen. Auch aus Leipzig hatte sich noch der eine oder andere Schachfreund auf die
weite Reise begeben. Leider war kein weiterer aus Engelsdorf bei diesem schönen Turnier dabei.
Einige Spieler saßen kurz vor Rosenmontag im Karnevalskostüm am Brett und ein paar Spieler
ließen wegen des Karnevals auch die 4. Runde am Sonnabend aus. (Wie es diesen dann zur 5.
Runde ging, ist mir nicht bekannt.)
Insgesamt nahmen 360 Spieler den Kampf um die Qualifikationsplätze in 6Wertungsgruppen im
völlig gefüllten Turniersaal auf. In jeder Gruppe qualifizieren sich die ersten 6 für das Finale im
Juni. Weiterlesen

Erfolgserlebnis

Letzten Sonntag fand unsere Vorrunde im Sächsischen Pokal statt. In Leipzig nahmen 7
Mannschaften teil, SGL II, III, VFB Schach I, II, Fortuna Leipzig, Krostitz und Engelsdorf.
Wir hatten mit Vincent (Brett 2), Jens (Brett 3), Heinz (Brett 4) und mir eine gute, aber nicht die
bestmögliche Mannschaft am Start.
Da sich 6 Mannschaften für die Zwischenrunde qualifizierten, galt es mindestens eine Mannschaft
hinter uns zu lassen. Von der Papierform her war der erste Kandidat Krostitz. Weiterlesen

Erwartete Niederlage

Die 6. Runde der Sachsenliga fand für uns in Dresden-Leuben statt. Die Leubener sind zwar einer
der Aufsteiger der letzten Saison, haben aber eine sehr starke und erfahrene Mannschaft. Unsere
Erwartungen waren sehr gering, eigentlich ging es nur darum, die Niederlage in Grenzen zu halten.
Leuben ist sehr stark insbesondere an den letzten 4 Brettern, aber auch vorne halten sie voll gegen.
Immerhin traten sie mit zwei Ersatzspielern an. Weiterlesen